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Einen Monat herrschte auf meinem Blog vollkommende Stille. Diese Zeit brauchte ich auch, um wieder in Österreich vollends anzukommen. Meiner Seele und meinem Herz geht es deutlich besser, denn erst seitdem ich wieder österreichischen Boden unter meinen Füßen habe, wurde mir innerlich bewusst, wie sehr mir die Menschen, das kleine Dörfchen und die Arbeit gefehlt haben. Für mich persönlich steckt zwischen Ravensburg und Leogang ein Welten Unterschied - und das nicht nur auf menschlicher Ebene.

Leider habe ich ein Stück weit den Druck aus Ravensburg mit nach Leogang genommen. Gleich an meinem ersten Arbeitstag wollte ich alles direkt perfekt beherrschen und mir keinen einzigen Fehler erlauben. Das der erste Arbeitstag dementsprechend frustrierend für mich ablief, kann man sich denken. Ich blieb freiwillig jeden Tag länger und übte das Tellertragen. Ein paar meiner Arbeitskollegen waren so lieb und kamen sogar extra früher, um mich dabei zu unterstützen. In gewissermaßen stand mir mein Perfektionismus wieder einmal im Weg. Nichts desto trotz hat sich die Arbeit ausbezahlt. Nach einem Monat schaue ich mit einem Lächeln zurück, wie absurd doch ein paar meiner Ängste oder Gedanken waren. 

Mal wieder hat sich für mich bestätigt, dass man sich selbst einfach nur Zeit geben muss. Mehr ist es nicht. Denn wenn man wirklich etwas schaffen möchte, dann geht es auch. Man darf nur nie die Mut dazu verlieren.